Über mich

Wie kam ich dazu
einen  Hundesalon zu eröffnen??

 

Am 26.04.1992 kaufte ich mir einen Kleinpudel-Welpen, unseren Sancho. Als mein Vater dies erfuhr, meinte er, ich solle mit ihm  Ausstellungen besuchen. Da ich keine Ahnung hatte, wie man eine Ausstellungsschur schneidet, telefonierte ich  im ganzen Umkreis die Hundesalons ab und fragte: "Können Sie die Ausstellungsschur 'Puppyclip' schneiden?"
Ein Salon in Wilhelmshaven bestätigte mir meine Anfrage, da sie selbst Zuchtschauen besuche.

Am 12.07.92 wollten wir mit unserem Sancho die 1. Ausstellung in Kiel besuchen. Also fuhr ich am 09.07. mit meinem Mann und mit unserem Wollknäul nach Wilhelmshaven in den Salon. Wir sollten 3 Stunden in die Stadt gehen und dann unseren Hund wieder abholen. Auf meine Frage, ob ich denn nicht zusehen könnte, sagte mir die Friseuse, dass der Hund doch dann sehr unruhig sei und sie dies nicht möchte. Platz hätte sie auch nicht für Besucher. Also kamen wir nach ca. 3 Stunden zurück, um unseren Pudel im 'Puppyclip' wieder abzuholen.

 

Das was ich an der Krone an Haare "gezüchtet" hatte (denn es muss lang sein um ein Topknot zu binden) war abgeschnitten!!!
 Und da sagt man mir: "Ich kann das.......". Ich frage mich nur, warum kann man nicht ehrlich sein und zugeben, dass man nicht  weiß wie das geht. Die Schnittführung war toll, ein Haar wie das andere, wie ein Teppich, doch das Top war  ab!!

Da sagte ich mir: Verschneiden kann ich meinen Hund alleine. Sah mich auf den Ausstelllungen um und löcherte die Züchter und  Aussteller mit Fragen nach Schnitttechniken und fragte...fragte...fragte! Es war nicht einfach, doch ich wurde immer besser. Schließlich fragten mich meine Bekannten und Freunde, ob ich auch ihren Pudel scheren könnte.

Dann wurde ich arbeitslos und das Arbeitsamt gab mir zu verstehen, dass ich zu alt sei um mich noch zu vermitteln .....mit 40!!
Ich überlegte was ich nun machen solle - und dann stand mein Entschluss fest:
Ich mache einen anderen Hundesalon auf!
Der Umgang mit Menschen und Tieren machte mir grossen Spass, doch ich konnte ja nur Pudel schneiden - was tun. Ich fragte in Ausstellerkreisen wo man lernen könnte, wie ein Westi, Cocker, Schnauzer etc. zu clippen sei.
Eine Bekannte aus Süddeutschland lud mich ein, in ihrem Hundesalon eine Art Praktikum zu machen.
Ich war begeistert, denn diesen Beruf kann man leider nicht erlernen!!
Es ist eine  Berufung - kein Lehrberuf!

Nach einigen Wochen sagte sie mir, dass man mich jetzt an die Hunde von Bremerhaven lassen könne. Zumindest wusste ich nun,  was zu tun war und eröffnete am 01. Sept. 1994 meinen Hundesalon.

DANKE - Uschi Hambsch !!!

Ich nutze jede Chance, um meine Arbeit zu verbessern.
Hunde artgerecht pflegen und schneiden kann man oder man kann es nicht
.

Was man allerdings nie darf:

SICH AUF  SEINEN  LORBEEREN AUSRUHEN

Sonst kann es passieren, dass man nach 20 Jahren dieselben Fehler macht,
die man schon am Anfang gemacht hat.

Statt einfach mit  dem zufrieden zu sein, was man schon kann,
ist man es sich und seinen Kunden schuldig, besser zu werden als vorher.

Jetzt könnt Ihr Euch selbst ein Bild davon machen -

in meiner Vorher - Nachher - Show

 

Was ich auf alle Fälle anders als die Anderen machen wollte:

1. Der Hundebesitzer kann bei seinem Hund bleiben, damit er sehen kann was und wie ich arbeite.
2. Immer einen Hund nach dem anderen, keine Massenabfertigung.
3. Keine Föhnbox, nur per Hand föhnen.
4. Ich gebe Tipps zur Pflege, nicht jeder weiß wie und warum man einen Hund bürstet oder
   wann man schneidet und wann man trimmt.
5. Ich sage: ich kann es nicht, wenn ich nicht weiß Wie oder die Rasse nicht kenne.
6. Ich sage, ob ein Hund ein Bad braucht oder nicht. Es geht um die Gesundheit der Tiere.
7. Halte ein gutes Preis - Leistungsverhältnis, der gepflegte Hund kostet natürlich weniger
  
als der verfilzte!
8. Bin immer nett und freundlich,
   der Kunde kann nichts dafür, dass ich mit dem linken Bein aufgestanden bin.
9. Bleibe nicht auf dem letzten Stand, sondern besuche Seminare, Trimmkurse, Ausstellungen,
   Schermeisterschaften und andere Salons.

Dies alles habe ich bis heute eingehalten und ich höre es von meinen Kunden:
Sie sind froh, dass es mich gibt.

 

Sie kommen mit den Cockern aus Cuxhaven, den Pudeln aus Gnarrenburg, Bremen, München oder
auch per Bahn aus Nordhausen/Harz und mit dem Soft-Coated-Weaten-Terrier aus Usedom.

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